LECKER-LEXIKON Klassiker der Deutschen Küche

LECKER-LEXIKON / Schwarzwälder Kirschtorte
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Schwarzwälder Kirschtorte

Sie ist so etwas wie der Inbegriff der deutschen Backkunst und hat sich zu einem wahren Exportschlager entwickelt: Die Schwarzwälder Kirschtorte ist heute auf der ganzen Welt bekannt. Die Kombination aus Sahne, Schokobiskuitboden, Sauerkirschen und Kirschwasser begeistert zahllose Kuchenfans rund um den Globus.

Rätselhaft — die Herkunft der Torte

Anders als der Name vermuten lässt, hat die Torte nichts mit dem Schwarzwald zu tun, denn es handelt sich ausdrücklich nicht um eine regionale Spezialität. Darüber, warum das bekannte Mittelgebirge in Südwestdeutschland als Namenspatron diente, kann nur spekuliert werden. Möglicherweise rührt die Namensgebung von einem im 19. Jahrhundert in der Region verbreiteten Sahnedessert mit Kirschen und gelegentlich auch Kirschwasser her. Eine andere Theorie verweist auf den Schwarzwald als ein Zentrum der Kirschwasser-Herstellung in Deutschland.

Zum ersten Mal niedergeschrieben findet sich der Begriff “Schwarzwälder Kirschtorte” in einem 1934 in Sachsen veröffentlichten Kochbuch. In den 1930er Jahren fand auch die erste größere Verbreitung der Tortenspezialität statt. In Berlin und in vielen anderen Großstädten im deutschsprachigen Raum gehörte sie ab diesem Zeitpunkt zum Torten-Sortiment der großen Konditoreien. Dennoch war die Schwarzwälder Kirschtorte zu dieser Zeit noch nicht der Star der deutschen Torten. Das änderte sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Ihren Aufstieg zur Nummer 1 fand praktisch parallel zum Wirtschaftswunder in der Bundesrepublik statt, als man sich Torten mit viel Zucker und Sahne als Wohlstandsluxus gönnte.

Schwarzwälder Kirschtorte, angeschnitten Schwarzwälder Kirschtorte, angeschnitten

Was eine Schwarzwälder Kirschtorte ausmacht

Die klassische Schwarzwälder Kirschtorte besteht aus mindestens zwei kakaohaltigen Biskuitböden. Als Füllung dient eine Schicht aus Sahne und gekochten Sauerkirschen. Das Kirschwasser befindet sich Entweder die Kirschmasse oder die Biskuitböden enthalten Kirschwasser — manchmal auch beide. Wichtig ist, dass der Kirschgeist hervor schmeckt. Die Torte wird rundum mit einer weißen Schicht aus mit Zucker geschlagener Sahne bestrichen und mit Schokoraspeln und Belegkirschen verziert.

Neben dieser weit verbreiteten Version existieren zahlreiche Varianten und Abwandlungen der Schwarzwälder Kirschtorte. So wird für den untersten Tortenboden häufiger auch knuspriger Mürbeteig eingesetzt. Statt Sahne kann etwas festere Buttercreme zum Einsatz kommen und dem Teig werden hin und wieder auch Nüsse hinzugefügt. Viele weitere Dessertkreationen tragen den Namen “Schwarzwälder Kirsch", da sie geschmacklich von der Torte inspiriert sind — zum Beispiel Joghurts, Eisspezialitäten oder Sahnerollen. Sie alle verwenden die Kombination aus Sahne, Kirschen und Schokolade.

Schwarzwälder Kirschtorte auf einer Tortenplatte Schwarzwälder Kirschtorte auf einer Tortenplatte

Nährwertangaben:
Schwarzwälder Kirschtorte

Die Zutaten lassen es schon vermuten: Für eine Diät ist eine Schwarzwälder Kirschtorte mit ihrem Zucker und der Sahne nicht gut geeignet. Ein Stück Torte (135 g) hat etwa 333 kcal bzw. rund 1395 kJ. Das entspricht gut 15 Prozent des täglichen Kalorienbedarfs eines erwachsenen Menschen.

Wie viele Kalorien hat
Schwarzwälder Kirschtorte?

  Nährwerte für 100 g Nährwerte für eine
Portion (135 g)
Brennwert 1033 kJ 1395 kJ
Kalorien 247 kcal 333 kcal
Protein 4 g 5 g
Kohlenhydrate 21 g 29 g
-davon Zucker 12 g 16,2 g
Fett 16,1 g 21,7 g
-davon gesättigt 9,3 g 12,5 g
Salz 0,1 g 0,2 g

Die hier angegebenen Nährwertangaben für Schwarzwälder Kirschtorte sind als Durchschnittswerte zu verstehen. (Quelle: naehrwertrechner.de)

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