LECKER-LEXIKON Klassiker der Deutschen Küche

LECKER-LEXIKON / Sauerfleisch
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Sauerfleisch

Sauerfleisch ist ein Gericht der norddeutschen Küche. Insbesondere in Schleswig-Holstein wird das in Essig gekochte Schweinefleisch gerne als kalte Mahlzeit gegessen. Regionale Feinheiten des Rezepts kommen in Zusatzbezeichnungen wie "norddeutsche Art", "Holsteiner" oder "Mecklenburger Sauerfleisch" zum Ausdruck. Inzwischen begeistert die norddeutsche Spezialität aber auch außerhalb Schleswig-Holsteins.

Sauerfleisch – ein Klassiker der norddeutschen Küche

Welches Fleisch wird für die Zubereitung von Sauerfleisch verwendet?

Für die Herstellung des Sauerfleischs verwendet man typischerweise Schweinefleisch - und zwar bevorzugt größere Stücke aus dem Schweinenacken und dem Schweinebauch mit mäßigem oder geringem Fettanteil.

Sauerfleich in einer Auflaufform mit Bratkartoffeln in einer Schüssel Sauerfleich in einer Auflaufform mit Bratkartoffeln in einer Schüssel

Wie wird Sauerfleisch zubereitet?

Das Fleisch wird in einem Sud aus Salzwasser, Essig (meist Weißweinessig), Zwiebeln und Gewürzen gekocht und im Anschluss erkalten lassen. Kümmel, Lorbeer, Piment, Senfkörner, Nelken, Pfeffer und Wacholderbeeren sind die Gewürze, die dem Sauerfleisch seinen einzigartigen Geschmack verleihen. Der Essig sorgt für die namensgebende saure Note.

Durch den Fettgehalt geliert der Sud beim Erkalten häufig, bei zu geringem Fettanteil des Fleisches erreicht man diesen Effekt auch durch den Zusatz von Gelatine oder die Verwendung von Aspikpulver.

Sauerfleisch mit Bratkartoffeln und Salat Sauerfleisch mit Bratkartoffeln und Salat

Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Sauerfleisch und Sülze

Das Sauerfleisch ähnelt damit sowohl von seiner Herstellung als auch seinem Erscheinungsbild nach der Sülze. Es gibt aber wichtige Unterschiede. Bei Sülze verwendet werden bevorzugt kleine Stücke Schweinefleisch mit hohem Fettgehalt (zum Beispiel vom Schweinekopf) verwendet. Die Gelierung erfolgt dann durch das verwendete Ausgangsmaterial automatisch, während beim Sauerfleisch unter Umständen nachgeholfen werden muss. Tendenziell ist die Geliermasse bei dem Gericht weniger fest als bei der Sülze und hat einen mehr soßigen Charakter.

Bratkartoffeln mit durchwachsenem Speck und Petersilie dekoriert Bratkartoffeln mit durchwachsenem Speck und Petersilie dekoriert

Sauerfleisch – Im Glas aufbewahrt und kalt serviert

Das Sauerfleisch wird zu Scheiben aufgeschnitten und zusammen mit dem gelierten Sud kalt serviert. Als typische Beilagen dienen Bratkartoffeln, ein Brot mit Butter oder ein Salat der Saison. Saure Gurken und Remoulade werden ebenfalls dazu gereicht. Das bevorzugte Getränk als Begleiter ist Bier. Das Gericht eignet sich gut als kalte Mahlzeit an heißen Tagen, auch als Zwischen- oder Abendgericht ist das Fleisch beliebt. Die Aufbewahrung erfolgt gerne im Glas, wodurch das Fleisch sich nicht nur gut lagern lässt, sondern auch optisch recht ansprechend wirkt.

Nährwertangaben:
Sauerfleisch

Das originale Sauerfleisch ist ein verhältnismäßige kalorienarmes Gericht. Das Gericht besitzt lediglich um die 120 kcal je 100 Gramm. Auch der Anteil an Fett und Kohlenhydraten hält sich beim Sauerfleisch in Grenzen. Kalorienhaltig wird die Mahlzeit erst durch ihre Beilagen. Vor allem, wenn das Sauerfleisch mit krossen Bratkartoffeln und Remoulade serviert wird, steigt der Kaloriengehalt dementsprechend.

Wie viele Kalorien hat
Sauerfleisch?

  Nährwerte für 100 g Nährwerte für eine
Portion (400 g)
Brennwert 502 kJ 2008 kJ
Kalorien 120 kcal 480 kcal
Protein 18,91 g 75,64 g
Kohlenhydrate 2,94 g 11,76 g
-davon Zucker 0,12 g 0,48 g
Fett 3,63 g 14,52 g
-davon gesättigt 1,16 g 4,64 g
Salz 0,26 g 1,04 g

Die hier angegebenen Nährwertangaben für Sauerfleisch sind als Durchschnittswerte zu verstehen. (Quelle: fatsecret.de)

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