LECKER-LEXIKON Klassiker der Deutschen Küche

LECKER-LEXIKON / Kohlrouladen
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Kohlrouladen

Kohlrouladen gelten als typisch deutsches Gericht. Sie kommen aber - mit anderen Bezeichnungen und in vielfältigen Varianten - in fast allen Küchen Europas und des Vorderen Orients vor. Das Grundprinzip ist überall ähnlich. Eine gut gewürzte Fleischmasse wird mit blanchierten Kohlblättern umwickelt und geschmort. Dabei werden je nach Rezept verschiedene Kohlsorten verwendet, wobei die meisten Rezepte auf Weißkohl oder Wirsing zurückgreifen. Manchmal werden statt Fleisch andere Füllungen, wie zum Beispiel Reis, verwendet.

Die Herkunft der Kohlroulade

In Europa ist die Entstehung der Kohlroulade auf den weitverbreiteten Kohlanbau zurückzuführen. Vor allem in den kühleren Gegenden des Kontinents ist Kohl seit jeher als vitaminreiches Wintergemüse beliebt. Die Verbindung von Kohl und dem ebenfalls gerne gegessenen Fleisch lag daher nahe. Kohlgerichte werden auch heute noch bevorzugt im Herbst oder Winter serviert.

Im Orient kann das Gericht auf die byzantinische Küche zurückgeführt werden, wobei diese nicht nur auf Kohl zurückgriff, sondern auch andere Blätter - insbesondere Weinblätter - verwendete. Als Dolma sind die Rouladen aus Weinblättern mit Fleisch- und vegetarischer Füllung nach wie vor sehr beliebt. Praktisch alle Küchen in den Regionen des alten Byzanz kennen aber auch die Kohlvariante.

Kohlrouladen aus Wirsing in einer braunen Sauce Kohlrouladen aus Wirsing in einer braunen Sauce

Kohlrouladen – Ein Gericht, viele Varianten

Kohlrouladen, Krautrouladen, Krautwickel - das sind die gängigen Bezeichnungen für das Gericht im deutschsprachigen Raum. Für die Füllung dient hier eine Masse aus Hackfleisch, die mit Speck, Zwiebeln, Salz und Pfeffer abgeschmeckt wird. Häufig wird dem Hackfleisch auch ein in Wasser eingeweichtes Brötchen hinzugegeben, um die Konsistenz etwas aufzulockern.

Zum Umwickeln kommen blanchierte Blätter vom Weißkohl oder vom Wirsingkohl zum Einsatz. Es gibt allerdings auch Kohlrouladen-Rezepte mit Rotkohl oder Chinakohl. Die umwickelten Rouladen werden meist mit Küchengarn fixiert Die Rouladen werden anschließend in Fleischbrühe geschmort.

Kohlrouladen in Sauce mit Salzkartoffeln in einer Schüssel Kohlrouladen in Sauce mit Salzkartoffeln in einer Schüssel

Kohlrouladen international

Eine beliebte Variante auf dem Balkan sind Sarma mit einer Füllung aus geräuchertem Fleisch und Sauerkraut. Als "Außenhaut" dienen gesäuerter Weißkohl, Grünkohl oder Weinblätter. In Osteuropa besteht der Inhalt gerne aus einem zuvor angebratenen Mix aus Hackfleich, Getreide und Zwiebeln. In Ungarn heißen die Kohlrouladen töltött káposzta, in Polen Golabki und in Russland Golubzy. Manchmal werden die Rouladen auch in einer Tomaten- oder Pilzsauce serviert.

Kohlrouladen mit Salzkartoffeln und Sauce angerichtet Kohlrouladen mit Salzkartoffeln und Sauce angerichtet

Welche Beilagen passen zu Kohlrouladen?

Kohlrouladen können gut als eigenständige Mahlzeit gegessen werden. In manchen Küchen dienen sie auch als Vorspeise und sind Teil einer Auswahl an diversen Gerichten. In Deutschland werden dazu gerne Kartoffeln oder Kartoffelbrei gereicht. Manchmal gibt es auch Knödel oder Reis als Beilage. Die Dolma-Variante wird gerne kalt serviert.

Nährwertangaben:
Kohlrouladen

Eine Kohlroulade mit einem Gewicht von 180 Gramm einen Kaloriengehalt von ungefähr 149 Kilokalorien. Der Fettanteil ist mäßig und liegt bei etwa 9 g pro Roulade. Selbstverständlich kommt es auf die verwendeten Zutaten und auf die Zubereitung an.

Wie viele Kalorien haben
Kohlrouladen?

  Nährwerte für 100 g Nährwerte für eine
Portion (200 g)
Brennwert 690 kJ 1380 kJ
Kalorien 165 kcal 330 kcal
Protein 19 g 38 g
Kohlenhydrate 4 g 8 g
-davon Zucker 0,8 g 1,6 g
Fett 8 g 16 g
-davon gesättigt 2,8 g 5,6 g
Salz 0,8 g 1,6 g

Die hier angegebenen Nährwertangaben für Frikadellen sind als Durchschnittswerte zu verstehen. (Quelle: naehrwertrechner.de)

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