Deutschlands frühes WM-Aus als Konsum-Grätsche

Datenanalyse rund um Fernsehzuschauer, Fanmeilenbesucher, Essensbestellungen und mehr während den Weltmeisterschaften 2014 und 2018


Die deutsche Nationalmannschaft war satt, die Bundesbürger aber noch hungrig – das war der Tenor nach dem frühen Ausscheiden von Jogis Jungs bei der Fußballweltmeisterschaft 2018. Nicht nur die Spiele im TV, sondern auch Bier, Essen und Fanartikel wollten reichlich konsumiert werden. Welchen Einfluss das frühe WM-Aus 2018 im Vergleich zum WM-Sieg 2014 auf das Konsumverhalten in Deutschland hatte, hat Lieferheld.de, eine der führenden deutschen Online-Bestellplattformen für Essen, untersucht. Die Analyse hält diverse Faktoren bereit: die Verfolgung der Spiele im Fernsehen, Essensbestellungen, Fanmeilenbesucherzahlen, das dortige Ess- und Trinkverhalten sowie Trikot-Verkäufe.

Über 53 Millionen Fernsehzuschauer weniger

Das WM-Interesse der Deutschen ist deutlich an den Einschaltquoten von ARD und ZDF ablesbar. Als zuschauerstärkste WM-Live-Spiele 2014 bei ARD und ZDF holten die sieben Spiele der deutschen Nationalelf insgesamt 199,83 Millionen Menschen vor die Fernseher. 2018 erreichten die sieben meistgesehenen Spiele – also die drei Vorrundenspiele mit deutscher Beteiligung sowie das Viertelfinale Kroatien gegen Russland, die Halbfinals Frankreich gegen Belgien und Kroatien gegen England und das Finale Kroatien gegen Frankreich – nur 151,99 Millionen Zuschauer – wohl aufgrund von Deutschlands frühem WM-Aus. Mehr als 27 Millionen Menschen sahen das Spiel Deutschland gegen Schweden, das damit das meistgesehene Spiel des diesjährigen Turniers war. Die anderen zwei Gruppenspiele mit deutscher Beteiligung wurden 2018 im Durchschnitt von je 25,7 Millionen Menschen an den Bildschirmen verfolgt. Kroatien gegen Frankreich im Endspiel zog nur noch 21 Millionen Menschen in Deutschland vor die Fernseher. Das Finale Argentinien gegen Deutschland vier Jahre zuvor wurde hingegen von fast 35 Millionen Menschen hierzulande gesehen. Das Interesse blieb groß, nur die breite Euphorie, die auch Menschen erreicht, die sonst keinen Fußball schauen, nahm offensichtlich ab.

 

Kroatiens Spielansetzungen 2018 gleichen denen der Deutschen während der WM 2014. Daher eignen sich die Finalspiele mit kroatischer Beteiligung, die die Tabelle Anzahl der Fernsehzuschauer während der Weltmeisterschaften 2014 und 2018 unten zeigt, ideal für eine Untersuchung.

 

2014 schalteten für die WM-Vorrundenspiele  mit deutscher Beteiligung hierzulande insgesamt 78.150.000 Zuschauer ein, 2018 sogar 78.880.000. Einen dramatischen Abfall der Zuschauerzahlen verzeichneten die Sender nach dem deutschen Ausscheiden diesen Sommer (siehe Tabelle unten). Den Weg Kroatiens vom Achtelfinale bis ins Finale verfolgten in Deutschland noch insgesamt 67.730.000 Menschen. Die gleiche Reise durch vier K.O.-Spiele begleiteten 2014 für die deutsche Nationalelf 121.680.000 Fans im TV.

 

Die folgende Tabelle zeigt die Zuschauerzahlen aller sieben Spiele der deutschen Nationalelf während der Fußballweltmeisterschaft 2014 und stellt ihre drei Vorrundenspiele sowie vergleichsweise ab dem Achtelfinale die Spiele der kroatischen Nationalmannschaft 2018 gegenüber. Nach diesem Vergleich verfolgten dieses Jahr insgesamt 53.220.000 Zuschauer weniger (-64,51 Prozent) die Weltmeisterschaft im TV.

 


Trotz früherer Anstoßzeiten 2018 ist für die Vorrundenspiele kein wesentlicher Unterschied in den Größen der Zuschauerzahlen erkennbar. Deutschland gegen Schweden ist sogar das meistgesehene Vorrundenspiel mit deutscher Beteiligung in beiden Weltmeisterschaften. Die Nation war also wieder bereit für ein Sommermärchen.

Finale ohne deutsche Nationalelf auch bei Essensbestellungen spürbar


Was bei einem WM-Abend vor den Bildschirmen zu Hause nicht fehlen darf: Lieferessen. Die Online-Bestellplattform Lieferheld.de hat daher einen Blick auf Deutschlands Essensbestellungen während der Finalspiele beider Fußball-Weltmeisterschaften 2014 und 2018 geworfen und mit dem jeweils letzten Sonntag vor den Turnieren verglichen.

 

Deutschlandweit verzeichnete Lieferheld zum Finale 2014 (Argentinien gegen Deutschland) 35 Prozent mehr Bestellungen gegenüber dem 8. Juni 2014 – dem letzten spielfreien Sonntag vor der WM. Das diesjährige Endspiel (Frankreich gegen Kroatien) dem WM-losen Vergleichssonntag vor dem Wettkampf (10. Juni 2018) gegenübergestellt, gingen 9 Prozent mehr Bestellungen bei der Plattform ein. Dies lässt schlussfolgern, dass durch die vielen Millionen Fernsehzuschauer während eines Fußballweltmeisterschaftsfinales verstärkt Essen bestellt wird. Gleichzeitig zeigen die Vergleiche, dass das frühzeitige Aus der DFB-Elf 2018 und ein Finale ohne ihre Beteiligung auch die Bestellung von Essen zu den im TV verfolgten Spielen bremste.

 

Noch stärker lässt sich dies auf Stadtebene beobachten: In Hamburg zum Beispiel stiegen die Bestellungen zum WM-Finale 2014 verglichen mit dem Sonntag vor der Weltmeisterschaft um 11 Prozent, in Berlin um 43 Prozent und in Frankfurt um satte 45 Prozent. Das diesjährige Finale machte die Hamburger dagegen nur um 2 Prozent hungriger, als der Sonntag vor WM-Beginn. Frankfurt legte um 17 Prozent zu und die Hauptstadt war mit 11 Prozent weniger Bestellungen gegenüber dem Sonntag vor WM-Beginn regelrecht übersättigt.

96 Prozent weniger Besucher auf Deutschlands größter Fanmeile zum Finale


Dass „Die Mannschaft” dieses Jahr früh scheiterte, lässt sich auch an den rapide sinkenden Besucherzahlen auf den Fanmeilen ablesen. Anders als bei den TV-Quoten, zeigt sich der Trend der abnehmenden WM-Euphorie in der Nation anhand der Fanmeilenbesuche jedoch früher und stärker.

 

Während Deutschlands größte Fanmeile in Berlin mit 250.000 Besuchern zum Finale mit deutscher Beteiligung 2014 komplett ausgefüllt war, kamen 2018 nur 10.000 Besucher für das Endspiel Kroatien gegen Frankreich (-96 Prozent). Schon zum letzten Vorrundenspiel der deutschen Nationalelf sprachen die Veranstalter in Frankfurt und Hamburg von gebremster Euphorie. So kamen in die Frankfurter Commerzbank Arena, die bis zu 50.000 Menschen fasst, nach dem Spiel gegen Schweden mit 15.000 Zuschauern schon nur noch 9.000 Menschen zum alles entscheidenden Match gegen Südkorea. Die diesjährige Anstoßzeit des letzten Vorrundenspiels um 16:00 Uhr gegenüber 18:00 Uhr in 2014 war hier vermutlich ebenfalls nicht förderlich.

 

München baute dieses Jahr erst gar keine offizielles Fanmeile auf. In Hamburg wurde die Fanmeile nach den drei Vorrundenspielen direkt wieder geschlossen, da sie bereits mit Deutschland im Turnier nicht ausreichend besucht war. Der Veranstalter berichtete von einem wirtschaftlichen Schaden im hohen fünfstelligen Bereich.


Folgend die Besucherzahlen der Fanmeilen in Frankfurt und Hamburg zu Vorrundenspielen mit deutscher Beteiligung in 2014 und 2018 im Vergleich:



 

Die Frankfurter Fanmeile zeigt, dass das meistbesuchte Vorrundenspiel 2018 – Deutschland gegen Schweden – mit 18.000 anwesenden Fans immer noch weniger Zuschauer zählt, als das Vorrundenspiel mit den wenigsten, nämlich 18.200 Besuchern – Deutschland gegen Portugal im Jahr 2014. Verglichen mit der WM 2014 verzeichnete Frankfurt dieses Jahr insgesamt 25.200 (-37,5 Prozent) weniger Besucher während der Vorrundenspiele mit deutscher Beteiligung auf der Fanmeile. Bei einem Eintrittspreis von 10 Euro in der Commerzbank Arena bedeutet das eine Umsatzdifferenz von 252.000 Euro. 2014 wurden durch den Eintrittspreis von ebenfalls 10 Euro 672.000 Euro mit den Vorrundenspielen eingenommen, 2018 waren es nur 420.000 Euro .

 

 

In Hamburg kam im Vergleich zur letzten WM nur ein Drittel der Zuschauer zu den Vorrundenspielen. Während 40.000 Besucher das Minimum 2014 waren (Deutschland gegen Ghana), kamen 2018 maximal die Hälfte: 20.000 Fans (Deutschland gegen Mexiko, Deutschland gegen Südkorea). Zum Spiel gegen Schweden kamen dieses Jahr sogar nur 5.000 Menschen auf die Hamburger Fanmeile. Dafür war es das Spiel mit den meisten TV-Zuschauern während der Weltmeisterschaft 2018. Zum Vorrundenspiel Deutschland gegen die USA waren es 2014 zehn Mal so viele Besucher in Hamburg. Insgesamt verzeichnete das Fanevent auf dem Heiligengeistfeld zu den Vorrundenspielen 2018 90.000 Besucher weniger (-66,67 Prozent) als zur WM 2014. Bei einem deutschen Weiterkommen und vier K.O.-Spielen mehr mit je 50.000 Zuschauern à 2 Euro Eintritt hätten 400.000 Euro mehr Umsatz erwirtschaftet werden können.

1,5 Millionen Euro Mehrwertsteuerausfall durch nicht getrunkenes WM-Bier der TV-Zuschauer 2018

 

Seit 1991 ist der Absatz von Bier in Deutschland grundsätzlich rückläufig. Fehlende (Fußball-)Anlässe zum Feiern und Anstoßen haben augenscheinlich Auswirkungen auf den Bierkonsum. Das Statistische Bundesamt erklärt, dass ein verzeichneter Mehrverbrauch von Bier über 1,2 Millionen Hektoliter im Juni 2014 gegenüber Juni 2013 mit der Fußballweltmeisterschaft zusammenhängt. Branchenschätzungen zufolge verringerte das frühe Ausscheiden der deutschen Mannschaft dieses Jahr die verkaufte Biermenge in Deutschland um mehrere 10.000 Hektoliter zu jeder der vier Ausscheidungsrunden, in denen das Team nicht mehr vertreten war. Damit ging deutschlandweit ein potenzieller Umsatz von rund 40 Millionen Euro verloren.

 

In einem Vergleich aller sieben WM-Spiele der DFB-Elf 2014 mit ihren drei Vorrundenspielen sowie ersatzweise der vier K.O.-Runden-Spiele Kroatiens 2018 konsumierten die Fernsehzuschauer hierzulande in diesem Turniersommer (siehe nachfolgende Tabelle) 10.644.000 Liter Bier weniger (-26,63 Prozent). Bei Mehrwertsteuereinnahmen in Höhe von 1,231 Milliarden Euro im Jahr 2014 und damit 0,1423 Euro pro verkauftem Bierliter im Einzelhandel bedeutet das einen Steuerverlust von 1.514.560,29 Euro für den deutschen Staat.

 

Allein während des WM-Finales 2014 konsumierten die 34,65 Millionen TV-Zuschauer 6,93 Millionen Liter Bier, wenn davon ausgegangen wird, dass die Hälfte der Zuschauer je  Bier à 0,4 Liter trinkt. Das entspricht etwa dem Fassungsvermögen von zwei olympischen 50-Meter-Pools. Zum Endspiel Frankreich gegen Kroatien, das dieses Jahr 21,32 Millionen Fernsehzuschauer verfolgten, flossen hingegen nur 4,26 Millionen Liter Bier.

 

Nachfolgend ist der Bierkonsum der deutschen TV-Zuschauer während den Weltmeisterschaften 2014 und 2018 aufgeführt.



 

Auf den Fanmeilen konnte 2018 gegenüber 2014 ebenfalls ein Einbruch der Bierverkaufszahlen ermittelt werden, wie die folgende Tabelle zeigt. Da die deutsche Nationalelf in diesem Jahr nicht über die Vorrundenspiele hinauskam, wurden die Besucherzahlen und konsumierten Bierliter für die ersten drei Spiele mit deutscher Beteiligung auf den Fanmeilen in Frankfurt am Main und Hamburg mit denen von 2014 verglichen.



 

2018 wurden auf der Fanmeile in Frankfurt am Main während der Vorrundenspiele demnach 5.040 Liter Bier weniger (-37,31 Prozent) getrunken als 2014. Bei einem Preis von 4 Euro für 0,4 Liter Bier folgt daraus ein Umsatzrückgang von 50.400 Euro in 2018.

 

 

Bei allen drei Vorrundenspielen mit deutscher Präsenz während der WM 2014 wurden auf der Heiligengeistfeld-Fanmeile etwa 27.000 Liter Bier getrunken. 2018 waren es mit ebenso vielen Runden 18.000 Liter weniger (-66,67 Prozent). Bei einem 0,4-Liter-Bierpreis von 4 Euro bedeutet dies einen Umsatzausfall von 180.000 Euro für die Fanmeile.

 

Ein Blick auf das Finale und die Fanmeile in Berlin zeigt, dass 2014 im Spiel Deutschland gegen Argentinien 250.000 Besucher 50.000 Liter Bier konsumierten. Im diesjährigen Endspiel Frankreich gegen Kroatien wurden hingegen nur 2.000 Liter Bier von 10.000 Besuchern getrunken und damit 48.000 Liter weniger (-96 Prozent). Basierend auf einem Bierpreis von 4 Euro pro 0,4 Liter Bier sind so am Finaltag 2014 etwa 500.000 Euro Umsatz erwirtschaftet worden, 2018 dagegen nur 20.000 Euro. Das führt zu einem verpassten Umsatz von 480.000 Euro.

25 Mal weniger Bratwürste während Finale 2018 verputzt

 

Die meisten Bratwürste wurden zum Finale 2014 auf der bekanntesten Fanmeile Deutschlands – in Berlin – konsumiert: 125.000 an der Zahl, gerechnet auf 250.000 Zuschauer. Bei 40 Gramm Gewicht pro Wurst ergibt das 5 Tonnen Fleisch – so viel wie ein Kleintransporter wiegen kann. Bei einem Preis von 3 Euro pro Bratwurst ergibt sich für diese 5 Tonnen ein Umsatz von 374.000 Euro. Leider machten die Ergebnisse der Deutschlandspiele 2018 niemanden so richtig hungrig. Zum Finale 2018 in der Hauptstadt konsumierten die 10.000 Besucher des Fanfests 25 Mal weniger: 200 Kilogramm Bratwürste, was 5.000 Würsten entspricht. Bei gleichem Preis entsprechen diese Einnahmen von 15.000 Euro. Das ergibt 96 Prozent weniger Verkauf und einen Umsatzrückgang von rund 360.000 Euro.

 

Nachfolgend wurde der Verzehr von Bratwürsten auf den Fanmeilen in Frankfurt und Hamburg für die drei Vorrundenspiele mit deutscher Beteiligung in 2014 und 2018 genauer untersucht.

 

 

Bei allen drei WM-Vorrundenspielen der DFB-Elf wurden 2014 insgesamt mehr als 1,3 Tonnen Bratwurst-Fleisch (33.600 Stück) in der Commerzbank Arena verzehrt. 2018 waren es nur 840 Kilogramm (21.000 Stück) und damit 37,5 Prozent weniger. Bei einem Bratwurstpreis von 3,50 Euro bedeutet das einen Umsatzverlust von 37.800 Euro.



 

Auf der Hamburger Fanmeile wurden zu den diesjährigen Vorrundenspielen der WM 1.800 Kilogramm Bratwurst (45.000 Stück) weniger (-66,67 Prozent) verputzt, als noch vier Jahre zuvor. Bei einem Preis von 3 Euro pro Bratwurst entstand so ein Umsatzverlust von 135.000 Euro.

60-prozentiger Preisrückgang für Deutschland-Trikots nach WM-Aus der DFB-Elf

 

Die Nachfrage nach Deutschland-Trikots nahm nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalelf rapide ab und die Händler reagierten mit sofortigen Preisreduzierungen. Die unverbindliche Preisempfehlung des DFB-Trikots von Adidas beträgt 129,95 Euro für die Authenic-Version und 89,95 Euro für die ReplicaVersion. Laut idealo.de wurden schon zwei Wochen vor WM-Beginn Replica-Trikots für durchschnittlich 56,20 Euro von den gelisteten Shops angeboten. Bereits einen Tag nach der deutschen Niederlage gegen Mexiko fiel der Trikot-Preis um weitere sieben Prozent. Gleichzeitig sank die Nachfrage um drastische 45 Prozent im Vergleich zum Vortag.

 

Am 24. Juni, dem Tag des Siegs gegen Schweden im zweiten Spiel der deutschen Nationalelf, kostete ein Replica-Trikot durchschnittlich 57,35 Euro. Noch am Tag der Niederlage im dritten Vorrundenspiel fiel der Preis um 30 Prozent. Einen Tag nach dem Ausscheiden der deutschen Fußballnationalmannschaft aus dem Turnier betrug der Preis dann nur noch 35 Euro. Das entspricht einem Preisverfall von rund 60 Prozent verglichen zur unverbindlichen Preisempfehlung von 89,95 Euro.

 

Gleiches zeigt das Suchvolumen zu „Deutschlandtrikot kaufen” bei Google. Direkt nach dem verlorenen Spiel gegen Mexiko am 17. Juni sanken die Suchanfragen um 44 Prozent gegenüber dem Vortag. Nach einem kurzen Anstieg um drei Prozent nach dem Spiel gegen Schweden fiel das Suchvolumen bis zum 1. Juli auf praktisch Null.

 

Über Lieferheld: Lieferheld ist eine der größten Online-Bestellplattformen für Essen in Deutschland. Auf www.lieferheld.de oder per App können Kunden bei ca. 14.000 Partner-Restaurants und großen Gastronomieketten Essen verschiedenster Cuisines bestellen. So bekommt jeder sein Lieblingsessen geliefert. Einfach Adresse eingeben, Lieferservice in der Nähe aussuchen und Lieblingsessen wählen. Die Bestellung wird direkt an das Restaurant übermittelt und bar bei Lieferung oder bequem per PayPal, Kreditkarte oder Sofortüberweisung bezahlt.

Lieferheld wurde 2010 gegründet und ist eine Marke der Delivery Hero Germany GmbH. Seit 2011 ist das Unternehmen Teil der Delivery Hero SE, einem globalen Netzwerk beliebter Lieferservice-Plattformen. Weltweit beschäftigt es rund 14.000 Mitarbeiter in über 40 Ländern, davon etwa 1.000 im Firmensitz Berlin Mitte. Weitere Informationen finden Sie auf www.lieferheld.de.

 

Methodik

 

Der Punkt Fernsehquoten bzw. Anzahl der Fernsehzuschauer bezieht sich auf die Zuschauer von ARD und ZDF in Deutschland. Ein Teil der Daten wurde auf Statista.de veröffentlicht, sowie auf RP Online (siehe Quellen). Für diesen Punkt wurde die Anzahl der Zuschauer für die Deutschland-Spiele während der Weltmeisterschaften 2014 und 2018 berücksichtigt. Zuschauer der Fanmeilen wurden wie folgt berücksichtigt: eine Fanmeile zählte als ein Zuschauer. Ein Fernseher gilt als ein Zuschauer.

Quellen:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/306849/umfrage/spiele-mit-den-hoechsten-tv-quoten-bei-der-wm-2014/

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/871890/umfrage/spiele-bei-der-fussball-wm-in-russland-mit-den-hoechsten-tv-quoten/

https://rp-online.de/sport/fussball/wm/wm-2018-die-zehn-wm-spiele-mit-den-besten-tv-quoten_bid-9475551

https://img.fifa.com/image/upload/n3z25ncdjj9qdwja1tet.pdf

https://rp-online.de/sport/fussball/wm/andere-teams/die-tv-quoten-der-wm-spiele_bid-23941347#1

https://rp-online.de/sport/fussball/wm/andere-teams/die-tv-quoten-der-wm-spiele_bid-23941347#8

Der Punkt Essensbestellungen wurde auf Basis interner Daten von Lieferheld untersucht. Die Daten wurden für die WM-Zeiträume 2014 (12.06.2014 – 13.07.2014) und 2018 (14.06.2018 – 15.07.2018)und in den gleichen Zeiträumen ohne WM in 2013 und 2017 berücksichtigt. Quelle: Interne Daten von Lieferheld. Die Daten beziehen sich auf folgende Kategorie: Die Anzahl der Bestellungen (in %).

 

Quellen:

https://www.wetterkontor.de/de/wetter/deutschland/monatswerte-sonnenschein.asp?y=2013&m=6

https://www.wetterkontor.de/de/wetter/deutschland/monatswerte-niederschlag.asp?y=2014&m=6

Der Abschnitt Fanmeilen zeigt die Anzahl der Zuschauer auf den Fanmeilen in Berlin, Hamburg und Frankfurt am Main während den Weltmeisterschaften 2014 und 2018. In Hamburg wurde die Fanmeile allerdings nach den ersten drei Vorrundenspielen 2018 abgesagt. Also wurden in Hamburg und Frankfurt am Main nur die Vorrundenspiele der Weltmeisterschaften 2014 und 2018 gelistet. Für die Finalspiele 2014 und 2018 wurden daher lediglich die Besucherzahlen der Berliner Fanmeile in die Analyse einbezogen. Für die Analyse der Besucherzahlen an Vorrundenspielen hingegen wurden die Zahlen der Fanmeilen in Hamburg und Frankfurt am Main beleuchtet, da die Besucherzahlen der Berliner Fanmeile hier zu ungenau waren.

 

Quellen – Zahlen für Hamburg:

https://www.radiohamburg.de/Nachrichten/Sport/WM-2014/Fotos/Deutschland-kaempft-sich-zum-Unentschieden-gegen-Ghana

https://www.abendblatt.de/sport/fussball/wm-2014/article129145150/45-000-feiern-die-deutsche-Elf-auf-dem-Heiligengeistfeld.html

https://www.zeit.de/hamburg/aktuell/2014-06/21/fussball-vor-spielbeginn-35-000-beim-public-viewing-in-fan-arena-21210006

https://www.ndr.de/sport/fussball/fifawm2018/Enttaeuschte-Fans-nach-deutschem-WM-Auftakt,fanfest762.html

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Fan-Park-Abbau-startet-Neuauflage-ungewiss,fanpark146.html

 

Quellen – Zahlen für Frankfurt am Main:

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/9000-Fussballfans-trauern-in-der-Commerzbank-Arena;art675,3030392

https://www.commerzbank-arena.de/startseite/news/420-FFH-Public-Viewing-mit-Rekord-Bilanz

https://www.commerzbank-arena.de/startseite/news/690-Vorverkauf-startet-FFH-Public-Viewing-in-der-Commerzbank-Arena-Frankfurt

 

Quellen – Zahlen für Berlin:

https://www.sueddeutsche.de/sport/fanmeile-in-berlin-die-lust-an-der-wurst-ist-vergangen-1.4051766


Das Kriterium Bierkonsum ist eine Schätzung der Menge an Bier, die während der WM-Zeiträume 2014 und 2018 beim Schauen der Spiele vor dem Fernseher sowie auch auf den Fanmeilen konsumiert wird. Analog zum Bierkonsum in Bundesligastadien und basierend auf einer Umfrage zur Europameisterschaft 2016 wurde angenommen, dass 50 Prozent der Fernsehzuschauer Bier trinken – dabei mindestens ein Bier (0,4 Liter, Standardgröße auf Fanmeilen) pro Person pro Spiel. In Deutschland wurden pro Kopf bei einem durchschnittlichen Konsum von 107 Litern im Jahr 2014 ca. 0,3 Liter Bier am Tag getrunken. Da der Bierkonsum in Jahren mit Fußballweltmeisterschaften deutlich steigt, wurde der Pro-Tag-Konsum von 0,3 Liter auf 0,4 Liter während WM-Spieltagen mit deutscher Beteiligung erhöht. Anhand dieser geschätzten Prozentzahl, dass fünfzig Prozent der Zuschauer Bier trinken, konnte dann die etwaige Biermenge errechnet werden, die bei den Spielen der deutschen Nationalmannschaft während den Weltmeisterschaften 2014 und 2018 von TV-Zuschauern getrunken wurde. Um den Umsatz zu berechnen, der auf den Fanmeilen in Hamburg, Berlin und Frankfurt am Main durch den Bierkonsum während den Weltmeisterschaften 2014 und 2018 generiert wurde, wurde der Bierpreis auf 4 Euro pro 0,4 Liter festgelegt.

 

Der Umsatzverlust für den deutschen Staat wurde anhand Daten des Europe Economics und Brewers of Europe aus dem Dokument „The Contribution made by Beer to the European Economy” von Januar 2016 berechnet, nach dessen Zahlen der deutsche Staat 0,142292399  Euro Mehrwertsteuer an einem Liter Bier verdient. Nachdem der Steuerertrag pro Liter Bier ermittelt wurde, wurde dieser mit dem fehlenden Bierkonsum-Umsatz aufgrund der reduzierten Spielzahl der deutschen Nationalmannschaft im Jahr 2018 kombiniert, sodass der Verlust des deutschen Staates durch das frühe Ausscheiden der Nationalelf beziffert werden konnte.

 

Quellen:

https://brewersofeurope.org/uploads/mycms-files/images/2016/publications/economic-report-countries/germany.pdf

https://www.welt.de/wirtschaft/article118891833/Bierkrieg-um-die-deutschen-Fussballstadien.html

https://www.morgenpost.de/sport/fussball-wm/article214699547/WM-2018-Alles-rund-um-das-Spiel-Deutschland-gegen-Suedkorea.html

https://www.suedkurier.de/ueberregional/sport/fussball/em/emsk/Millionen-Liter-Bier-und-Tonnen-von-Fleisch-90-Minuten-Fussball-EM-in-Zahlen;art1348297,8764012

 

Der geschätzte Bratwurstkonsum basiert auf einer Studie von nu3 (2018), die zeigt, dass die Hälfte der Menschen in Stadien gewöhnlich Würstchen konsumiert. Diese Annahme  wurde ebenfalls auf die Besucher der Fanmeilen angewandt. Der Wurstpreis beläuft sich dabei auf 3,50 Euro pro Stück in Frankfurt am Main. In Berlin und Hamburg ist der Preise 3 Euro pro Wurst. Eine Bratwurst wiegt 0,04 Kilogramm – also entsprechen 25 Bratwürste einem Kilogramm.

 

Quellen:

https://www.bild.de/geld/wirtschaft/fanmeile/so-teuer-sind-bier-und-wurst-auf-fanmeilen-36446078.bild.html

https://www.sponsors.de/so-viel-kosten-bier-und-wurst-deutschen-stadien

http://www.wz.de/lokales/duesseldorf/arena-heimspiel-in-zahlen-15-353-wuerste-und-014-tore-1.977926

https://www.nu3.de/c/co2-fussabdruck-index-fuer-ernaehrung-2018/

Der Punkt Trikot-Verkäufe soll den Einfluss einer erfolglosen Weltmeisterschaft für Deutschland auf die Wirtschaft anhand des Preisverfalls von Deutschland-Trikots im Laufe der WM 2018 veranschaulichen.  Er dient hier als „Stimmungsbarometer” für Konsumbereitschaft bei der WM 2018. Denn nach dem Aus der deutschen Mannschaft fiel das breite Interesse an der WM 2018 und damit die Preise der Deutschland-Trikots rapide ab.

Quellen:

https://www.idealo.de/magazin/2018/06/29/nach-wm-debakel-deutschland-trikot-guenstig-wie-nie/

https://de.reuters.com/article/deutschland-wm-konsum-idDEKBN1JO1N2

https://trends.google.de/trends/explore?q=deutschlandtrikot%20kaufen&geo=DE

 

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