19 großartige Rap-Zitate über Essen

Zu Beginn eine persönliche Beobachtung zum Thema Essen: Ob wir nun den Geburtstag feiern, den von Mutti, Oma, Opa oder im Urlaub genießen wollen – gutes Essen ist immer dabei. Wollen wir es uns gut gehen lassen, gönnen wir uns ein richtig köstliches Gericht, richtig? Essen ist Status.

Die wichtigste Geschichte im Rap ist die “Tellerwäscher zum Millionär”-Erzählung. Anders formuliert: vom Mac & Cheese zum Sternerestaurant. Also auch hier wieder: der Status.

Entsprechend will ich einmal zeigen, wie Rapper – immerhin die Poeten unserer Zeit – das Essen in Sprüche verpackt und unsere liebste Sache (Essen) zu Zitaten gemacht haben.

Entgegen der KIZschen Behauptung essen Rapper im Übrigen auch mehr als Geld. Folgend also meine Speisekarte, von dem Besten, was die Sprechgesangsartisten uns so auf ihren Plattentellern servieren.

Es war alles nur ein Traum…

Ich beginne mit dem alles bestimmenden Hunger, der ja auch erst die Dinge ins Rollen bringt:

“Au, der Magen knurrt wie Sau
Ich hau’ ab aus meinem Bau”
(Absolute Beginner – Füchse)

Die Füchse ziehen also hungrig los, um ein Star zu werden. Da ist alles noch ein Traum:

”Born sinner, the opposite of a winner
Remember when I used to eat sardines for dinner”
(The Notorious B.I.G. – Juicy)

Vom Sündigen, vom Gegenteil eines Gewinners, der Sardinen zum Mittag isst, soll es nach oben gehen…oder anders:

“Me and Eric B and a nice big plate of
Fish, which is my favorite dish
But without no money it’s still a wish”
(Erik B & Rakim – Paid in Full)

Da hat man schon sein Lieblingsessen, kann es sich aber noch nicht leisten. Rakim war für Rap übrigens, was das iPhone für Handys war. Er muss es also wissen. Noch Träume zu haben muss aber nicht immer schlechtes Essen bedeuten, denn Geld ist wirklich nicht alles:

“Keine Kohle aber immer lecker Essen da
Die Liebe in der Bolognese kannst du nicht mit Cash bezahlen”
(Gzuz – Hinterher)

Seiner verstorbenen Mutter gewindmet, formuliert Gzuz hier, was einige Jahre früher auch schon 2Pac wusste: Mütter sind die besten. Immer und besonders, wenn es ums Essen geht:

“And I could see you comin’ home after work late
You’re in the kitchen, tryin’ to fix us a hot plate
You just workin’ with the scraps you was given
And Mama made miracles every Thanksgivin’”
(2 Pac – Dear Mama)

Langsam geht es nach oben!

Die Spaghetti von Eminems Mutter kennen wir ja auch alle. Der Hunger ist also da, der Tellerrand ohnehin zu klein und dieser servierte Einheitsbrei nicht sonderlich heiß, also rein ins Getümmel um den Platz an der Sonne. Die Welt soll ja eines Tages einem selbst gehören. In Jay-Z-scher Weltübernahme-Logik sieht das erst mal so aus:

“You know, ‘The Girl Is Mine’
Life’s a bitch, so the whole world is mine”
(Rick Ross feat. Jay-Z – Maybach Music)

Wenn er das Mädchen hat, das Leben aber an sich untreu ist, dann ist doch die Welt folglich die seine, richtig? Das ist der Stand in Maybach Music I, im zweiten Teil ist er schon weiter: Da muss das Gefährt auch stimmen. Also muss der Maybach her. Dann auch bitte direkt das größere Modell, der 62er und nicht der kleinere 57er. Der erinnert nämlich an den Heinz-Ketchup und wird sowieso auch immer direkt abgehängt. Das alles in kurz:

“Six-deuce every time, I never had the Heinz
Fifty-seven can’t catch up to mines”
(Rick Ross feat. Jay-Z – Maybach Music II (Remix))

Auf dem Weg nach oben hilft einem da auch immer die große Klappe, wie Samy Deluxe es einst formulierte:

“Klappe so groß ich ess ‘ne ganze scheiß Pizza am Stück”
(Samy Deluxe – Tu was ich tu)

Also wie soll die Musik sein, um den erhofften Erfolg einzuheimsen? Am besten soll sie natürlich die Leute berühren. In anderen Worten soll sie so sein, dass sie

“an die Nieren geht, wie Vorkoster”
(Ali As – Dope in der Denim)

Mit Glück wird der Vorkoster auch irgendwann für einen selber andinieren. Denn dann locken als Belohnung größere Summen, anders formuliert: Mit den CD’s wird ordentlich Geld verdient:

“Kein Gourmet-Catering, doch wir machen paar Kaviar-Platten”
(Ali As – Euphoria)

Bitte was? Na via Platten werden ein paar K (= Tausend) verdient. Der Rap als Pizza wäre dann

“ ‘ne große Doppelte alles deluxe”
(Eins, Zwo – Er so, ich so)

Aber (leider):

“Hip-Hop ist wie Pizza: auch schlecht noch recht beliebt.”
(Eins, Zwo – Er so, ich so)

Es kann trotzdem nicht jeder erfolgreich werden. Falsche Illusionen müssen da gleich aufgelöst werden:

“Also glaub nicht, dass du Hund hier ‘n Aufreisser wirst, wie’n Chinaimbiss”
(Kollegah – Angeberprollrap Infinity (Outro))

Bitte was (Teil 2)? Ganz einfach: Es wird Hirn auf Reis serviert. Nebenbei auch eine der raffiniertesten Kollegah Punchlines. Also lieber den Ball flach halten, denn wie wir wissen:

“real Gs move in silence like Lasagna”
(Lil Wayne – 6 Foot, 7 Foot)

Bitte was (Teil 3)? Das G in der Lasagne ist ein stummes, wie das D in Django. Sonst – ehe du dich versiehst –

“hast plötzlich mehr Beef als Maredo”
(Kool Savas – Das Urteil)

In welcher Form? Am besten natürlich als Döner. Eine Bestellanleitung gibt es hier:

“Ich sag zwei Döner, einen für mich und einen für mich
Ach egal, ich nehm’ drei: Der dritte ist für mich… Zwiebeln, Kraut, Tomaten und mach alle Soßen rein”
(Marsimoto – Der Döner in mir)

Am Boden angefangen und jetzt sind sie hier

Stimmen die Einnahmen durch die Plattenverkäufe, dann sind folgende Dinge möglich:

“…spendet den Armen Russisch Brot für die Welt”
(Marteria – Kate Moskau)

Oder, womit sich der Kreis zu Rakims Lieblingsessen schließt:

“That shit cray, ain’t it Jay?
What she order, fish fillet?”
(The Throne – N****a in Paris)

In diesem Szenario ist es für Kanye übrigens schon anstößig, nur Fisch zu bestellen. Wenn sie schon mal in Paris sind, dann soll es auch etwas wirklich Besonderes sein. Das allerhöchste zu Erreichende ist und bleibt aber das Folgende:

“penn’ im Maritim-Hotel
Bei Nike iD bestell’n, Pizza über Lieferheld”
(187 Straßenbande (Maxwell) – Meine Message)

Dj Khaled

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