Marokkanische Küche: Ein Traum von 1001 Nacht

Seit geraumer Zeit ist Marokko als Reiseziel kaum noch wegzudenken. Zurecht, wie ich finde! Kaum ein anderes afrikanisches Land ist so abwechslungsreich, was Kulinarik und Landschaft betrifft, wie Marokko. Neben trockenen Wüsten, gewaltigen Gebirgen und satt-grünen Wäldern und Oasen ist Marokko am besten für sein allgegenwärtiges orientalisches Flair bekannt.

Essen in Marokko – mehr ist mehr

Orientalisch ist vor allem auch die marokkanische, levante Küche. Diese ist besonders vielfältig und abwechslungsreich, was vor allem daran liegen mag, dass sie von verschiedenen arabischen, afrikanischen und mediterranen Küchen beeinflusst ist. Sie ist gleichermaßen süß wie deftig, was vor allem Gerichte wie die Pastilla, eine herzhaft-süße Blätterteigpastete, zeigen. Charakteristisch sind auch die vielen verschiedenen Gewürze. Ein Garant für ein besonders authentisches Marokko-Erlebnis ist die Gewürzmischung Ras el Hanout, die insgesamt 35 verschiedene Gewürze enthält. Darunter Muskat, Anis, Chili, Pfeffer, Ingwer, Kardamom, Nelken und viele mehr.

 

 

Viele marokkanische Gerichte werden auf traditionelle Weise in einer Tajine, einem gewölbten Tontopf mit kegelförmigem Deckel, zubereitet. Gerichte, die im Tajine-Topf zubereitet werden, nennt man ebenfalls Tajine. Die Zutaten werden im eigenen Dampf gegart, sodass die einzelnen Aromen nicht verloren gehen. Besonders beliebt sind Tajine mit Rind- und Lammfleisch. Die fertigen Gerichte werden meist direkt aus dem Tajine-Topf gegessen.

 

 

Bist du Vegetarier, hat die marokkanische Küche dir aber auch einiges zu bieten. Besonders beliebt sind Couscous und diverse Hülsenfrüchte, die sowohl als Hauptspeise als auch als Beilage zu vielen Speisen dienen. Ein typisches Gericht ist zum Beispiel die Harira, eine Suppe aus Kichererbsen und Linsen. Sie wird vor allem während des Ramadans, dem islamischen Fastenmonat, gegessen.

 

Der typische Nachtisch in Marokko ist Obst. Aufwendigere Desserts werden in der marokkanischen Küche häufig aus Datteln, Mandeln, Honig und Zimt zubereitet. Auch Gerichte wie Pastilla und Couscous kannst du in diversen, süßen Varianten probieren.

Marokkos schönste Seiten entdecken und genießen

Auch kulturell und landschaftlich hat Marokko einiges zu bieten. Am Strand von Agadir kannst du an den 300 Sonnentagen im Jahr nicht nur entspannen. Neben ruhigen Orten zum Sonnen, findest du am insgesamt 10 Kilometer langen Strand auch unzählige Wassersport- und Freizeitangebote sowie Shops, Restaurants und Cafés entlang der Promenaden.

 

Was du dir in Marokko auf keinen Fall entgehen lassen solltest, ist der Einkauf auf einem so genannten Souk, einem traditionellen Marktplatz. Der Gauklerplatz Djemaa el Fna in Marrakesch ist hier wohl der bekannteste. Während es auf dem Markt tagsüber recht ruhig zugeht und du dein Geld vor allem an Verkaufsständen mit Schmuck und Säften loswerden kannst, werden abends die Garküchen aufgebaut und auf dem Platz wimmelt es nur so von Schlangenbeschwörern und Glücksspielern.

 

 

Noch ein Phänomen, was du in Marokko sehen kannst: Männer die auf Ziegen starren Ziegen die auf Bäumen sitzen. Ja, richtig gehört. Vor allem im südwestlichen Teil Marokkos lässt sich beobachten, wie es sich Ziegen hoch in den Baumkronen gemütlich machen. Grund dafür ist nicht etwa die allseits bekannte Sportaffinität der Ziegen, sondern die Früchte des Arganbaumes. Diese sind nämlich in der sonst so trockenen Wüstenlandschaft eine nährstoffreiche Delikatesse für die Ziegen.

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