Chiang Mai, Thailand - August 27, 2016: Thai woman sales at the Saturday Night Market on August 27, 2016 in Chiang Mai, Thailand.

Food-Trend Filipino – Asiatisch mal anders

Unsere Barbecues sind längst koreanisch, unsere Lieblingssuppe ist die Pho. Die thailändische, koreanische und vietnamesische Küche sind längst in unserem Alltag angekommen. Nachdem sich also bereits verschiedenste Küchen aus dem asiatischen Raum hierzulande etabliert haben, findet nun auch die philippinische Küche immer mehr Beachtung.

Asiatisch? Nicht ganz

 

Die philippinische Küche unterscheidet sich von anderen asiatischen Küchen vor allem durch die vielen verschiedenen Einflüsse anderer Küchen, wie zum Beispiel der spanisch-mexikanischen, chinesischen, indischen, japanischen und amerikanischen Küche. Dabei können die Einflüsse von Region zu Region sehr stark variieren.

 

Grundnahrungsmittel der Philippinen sind Reis, Fisch, Meeresfrüchte und Geflügel. Aber auch Schweinefleisch ist in den nicht-muslimischen Regionen der Philippinen äußerst beliebt. Im Gegensatz zu anderen asiatischen Küchen wird in der philippinische Küche sehr viel weniger gewürzt, wodurch sie deutlich milder ist. Zu den Speisen wir oftmals nur eine Gabel und ein Löffel gereicht, nach einem Messer muss man oft ausdrücklich fragen.

 

Ohne viel Schnickschnack

 

Eine typisch philippinische Speise ist Adobo – eine Zubereitungsart, bei dem Hühner- oder Schweinefleisch in Essig, Sojasoße und mit viel Knoblauch gegart und anschließend in einer Pfanne knusprig angebraten wird. Das Fleisch wird dann häufig mit Reis oder Pancit – langen Reis- oder Eiernudeln – serviert.

 

 

Ist vom Adobo noch Reis übrig geblieben, wird dieser am nächsten Morgen auch gerne zum Frühstück gegessen. Das Ganze nennt sich dann Tapislog und wird mit Knoblauch, Spiegelei und Rindfleisch angebraten.

 

Außergewöhnlicher wird es mit der Sinigang – einer säuerlichen Suppen. Auch sie gehört zu den Nationalgerichten der Philippinen und schmeckt zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, da sie aus Fisch oder Rindfleisch und Tamarinde gekocht wird, wodurch sie ihren säuerlichen Geschmack bekommt.

 

Jetzt wird’s schräg

 

Ein typisches Streetfood-Essen der Philippinen ist Balut. Jedoch ist diese Spezialität nur was für Mutige und hierzulande wohl eher nicht zu finden. Ohnehin ist Balut für unsere westlichen Mägen und Augen eher ungeeignet. Balut ist nämlich ein angebrütetes Entenei mit ausgeprägtem Embryo. Was ich damit meine? Das heranwachsende Küken ist schon als solches erkennbar. Einheimische sagen dem Ei eine Steigerung der Manneskraft nach. Balut wird traditionell mit Salz, Chili, Knoblauch, Essig oder Kokosnusssaft serviert. Wir verzichten gerne…

 

 

Etwas besser bekömmlich aber mindestens genauso bekannt ist Lechon Baboy – das philippinische Spanferkel. Besonders an Festtagen ist Lechon Baboy auf den Philippinen sehr beliebt und wird auf einem Spieß über offenem Feuer gedreht. Dazu gibt es Reis und Sojasoße.

 

 

Dessert geht nicht in den Magen, sondern ins Herz

 

Zum Nachtisch gibt es Halo-Halo, was wörtlich übersetzt Mischmasch bedeutet. Und der Name trifft es perfekt: das beliebte Dessert ist eine Mischung aus Eis, Kondensmilch Taro, Kokosraspel, Bohnen, Früchten und Karamellpudding.

 

Ein typisch philippinisches Dessert, was auch einfach zuhause zubereitet werden kann ist Mango Float. Dabei werden Mango, geschlagener Sahne, Kondensmilch, Vanille und Kekse zu einer Art süßen Lasagne gestapelt. Wer es noch einfacher mag, findet auf den Philippinen auch frittierte Bananen.

 

 

Wie du merkst, ist die philippinische Küche sehr speziell und für die Vegetarier unter uns eher ungeeignet. Bist du aber Fleischliebhaber,  solltest du der neuen asiatischen Trend-Cuisine aber wenigstens eine Chance geben – dabei musst du ja nicht direkt mit Balut starten. 😉

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