Mix of Japanese nori rolls in on a black background

9 Fakten über Sushi, die du garantiert noch nicht kennst

Die einen lieben es, die anderen hassen es: Sushi (Ich liebe es!!!). Kaum ein anderes Gericht schafft es jegliche Lebenssituation dermaßen aufzuwerten, wie die kleinen Röllchen. Sei es die viel zu kurze Mittagspause, das nervige Date oder der Montagabend – mit Sushi ist alles irgendwie nur noch halb so schlimm. Und da ich der Meinung bin, dass generell noch viel zu viel Halbwissen über mein Lieblings-Soulfood kursiert, kommen hier meine 9 Fakten über Sushi, die du garantiert noch nicht kennst:

1. Sushi-Meister ist nicht gleich Sushi-Meister

Auch wenn du auf deiner heimischen Sushi-Matte ein Profi bist, Sushi-Meister darfst du dich deswegen noch lange nicht nennen. Ein echter japanischer Sushi-Meister muss dafür nämlich eine mindestens 5-jährige Ausbildung durchlaufen. Dabei wird die richtige Zubereitung des Reises zwei Jahre und die Zubereitung des Fisches ganze drei Jahre lang erlernt.

2. Neutralisierend und verdauungsfördernd

Zum Sushi wird häufig Gari gereicht – süß-sauer eingelegter Ingwer. Dieser ist allerdings nicht dazu da, um ihn zusammen mit dem Wasabi auf das Sushi zu legen, wie es viele machen, sondern dient der Geschmacksneutralisierung zwischen den verschiedenen Sorten. Neben seiner neutralisierenden Eigenschaft wird dem Ingwer übrigens auch eine verdauungsfördernde Eigenschaft nachgesagt. Üblicherweise ist Gari gelb, manchmal wird er aber auch leicht rosa serviert – geschmacklich ist dabei kein Unterschied festzustellen.

3. Akami, Chu-Toro, Toro – du verstehst nur Bahnhof?

Lass dich von den vielen verschiedenen Begriffen auf der Speisekarte nicht durcheinanderbringen. Oft bedeuten verschiedene Dinge auf dem Menü das Gleiche. So kann Thunfisch-Sushi beispielsweise als Akami, Chu-Toro oder Toro auftauchen. Hierbei unterscheidet sich lediglich die Schnittweise. Akami ist sehr fein geschnitten, Chu-Toro ist mitteldick und Toro wird in dicken Scheiben serviert.

4. Sushi = ?


Ein weit verbreiteter Irrglaube ist es, dass sich der Name “Sushi” auf den Fisch bezieht. Sushi bedeutet allerdings nicht “roher Fisch”, sondern “mit Essig gesäuerter Reis” und meint damit also die Zubereitung des Reises. Dieser wird nämlich mit Essig, Salz und Zucker gewürzt, wodurch er seinen besonderen Geschmack und seine klebrige Konsistenz bekommt.

5. Made in Japan? Falsch!


Sushi kommt eigentlich gar nicht aus Japan, sondern hat seinen frühesten Ursprung in Südostasien. Im 6. Jahrhundert wurde am Mekong-Fluss in Reis fermentierter Fisch bis zu einem Jahr haltbar gemacht. Der Reis konnte danach zwar nicht mehr gegessen werden aber der erste Schritt in Richtung Sushi war getan.

6. Die Wasabi-Lüge


Streng genommen dürfen wir das Wasabi hierzulande gar nicht Wasabi nennen. Die japanische Wasabi-Pflanze ist sehr schwer anzubauen und daher sehr teuer. Aus diesem Grund handelt es sich bei dem uns bekannten Wasabi um eine Mischung aus Meerrettich und Senfpulver, die anschließend mit Lebensmittelfarbe grün eingefärbt wird.

7. Der teuerste Thunfisch der Welt


Bei der berühmten Fischauktion auf dem Tokioter Fischmarkt wurde 2013 ein über 220 Kilo schwerer Blauflossenthunfisch für 1,16 Millionen Euro ersteigert. Die horrende Summe wurde vom Inhaber einer japanischen Sushi-Kette gezahlt. Leider ist nicht bekannt, wie viel eine Sushi-Rolle des Luxus-Fisches gekostet hat.

8. Gefährliches Sushi


Auch die Zubereitung von Kugelfischsushi ist extrem teuer. Das kommt daher, dass Sushi-Köche für die Zubereitung eine spezielle Ausbildung durchlaufen müssen, um die Innereien des Kugelfisches korrekt zu entfernen. Diese enthalten nämlich gefährliche Gifte, die wenn sie mit dem Fischfilet in Berührung kommen einen erwachsenen Menschen bei dem Verzehr umbringen könnte.

9. Der Miso-Irrtum


Obwohl die Miso-Suppe hierzulande vor allem als Vorspeise serviert wird, wirkt sie eigentlich verdauungsfördernd. Traditionell wird sie nach dem Hauptgang bestellt und anstelle eines Löffels mit Stäbchen gegessen. Dabei schaufelt man die festen Zutaten wie Algen und Tofu mit den Stäbchen aus der Schüssel direkt in den Mund und trinkt die flüssige Suppe.

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