5 geniale Pizza-Reste-Hacks, die du ausprobieren musst, bevor das Leben vorbei ist

Was bei mir seltenst bis nie passiert, hat bei einigen meiner Freunde bereits seit Langem Methode. Sie bestellen Pizza und – festhalten – lassen dann ein bis mehrere Stücke übrig, um sie später oder am nächsten Tag zu verzehren.

Bist du noch da? Oder hast du meinen Artikel schon nach diesen ersten Zeilen als empörende Fake News abgetan und dich Wichtigerem zugewandt, wie etwa dem Aufessen deiner eben gelieferten Pizza?

ODER gehörst du vielleicht selbst zu jener fürchterlich vorausschauenden, pizzahortenden Fraktion? Möglicherweise waren deine Augen bei der Bestellung auch einfach nur größer als dein Hunger und du folgst der einfachen und unbestechlichen Gleichung:

Zwei Pizzen sind besser als eine.

Egal, aus welchem Grund du an diesem Post hängen geblieben bist – ich freue mich außerordentlich, dir ein paar lebensverändernde Food Hacks in Sachen Restepizzaverwertung aufzuzeigen, auf die du wahrscheinlich von selbst nicht gekommen wärst (behaupte ich einfach mal tollkühn). Hab ich dich wieder? Großartig! Dann kann’s losgehen.

Wofür sie besonders schwärmt …

Ich gebe zu, bevor ich diesen Post für dich recherchiert habe, ist mir nie auch nur ein einziges Mal der Gedanke gekommen, man könnte etwas Anderes mit übriggelassener Pizza machen, als sie ganz einfach im Ofen aufzuwärmen.

Wohl deshalb, weil ich zu den konservativen Pizza-Aufess-Vertretern gehöre, wie du wahrscheinlich schon herausgelesen hast. Schließlich bist du, anders als deine Pizza, nicht von gestern.

Zu Beginn möchte ich dir daher einen Tipp an die Hand geben, der dieses kleine Einmaleins des Pizzaresteessens revolutionieren wird. Lass mich raten – um deine Pizza am nächsten Tag wieder heiß zu machen, verwöhnst du sie, wie ich auch, blauäugig einem kurzen, knackigen Saunagang im Ofen.

Dacht ich mir. Wenn du besonders gut zu ihr sein wirst, verpasst du ihr zuvor noch eine pflegende Auffrischkur mit einem Öl deiner Wahl – etwa Olive oder Chili. Abschließend das Ganze bei mittlerer Stufe auf mittleren Rost und auf das Beste hoffen.

Das Ergebnis: befriedigend, besser als kalt (es sei denn, du stehst drauf, aber dann würdest du diesen Post nicht lesen), aber keinesfalls vergleichbar mit dem wonnigen Glücksbringer, der dir am Abend zuvor ins Haus geliefert worden war.

Was also tun?

Langweilige, fade Reste-Pizza in etwas Neues, Wundersames, Großartiges transformieren, dass neue Geschmacksdimensionen offenbart und deine bisherige Vorstellung von Resteessen mit meilenweiten Schatten überwirft. Wie? Mit diesen einfachen Hacks.

Pizza-Hack No. 1: Bring die Hitze zurück – aber richtig

Um die Liebe zu deiner Pizza wieder aufblühen zu lassen wie am ersten Tag, schnapp dir eine Pfanne und stell sie ohne Zugabe von Fett auf den Herd. Platte an, heiß werden lassen und Pizza reingeben.

Dann der Clou: Decke die Pfanne nun mit Alufolie ab, stell die Temperatur etwas runter und lass einige Minuten ins Schlaraffenland (in das sich deine Küche gleich verwandeln wird) ziehen.

Nun kannst du lünkern: Wenn der Käse wieder goldig-braun geschmolzen ist, hat auch der Boden die Knusperfrische zurück, in die du dich einst verliebt hast. Natürlich lassen sich nach Lust, Laune und Vorräten beliebige Lieblingstoppings dazu kombinieren. Yummy yummy yum yum!

Ich lass euch zwei dann mal allein.

Pizza-Hack No. 2: Pizza-Waffel-Taschen

Nach dieser kleinen „Aufwärmübung“ nun ein Hack für echte Visionäre. Denn für dieses Resterezept brauchst du neben ein paar Stücken Pizza auch ein gutes Quäntchen Fantasie.

Stell dir also einmal ganz unvoreingenommen vor, du würdest in eine knusprig-fluffige Waffel beißen und dabei ein Feuerwerk aus käsig-kräftigem Pizzageschmack in deinem Mund explodieren lassen.

Wenn dir gerade das Wasser im Mund zusammenläuft, war deine Visualisierung erfolgreich und du bist bereit, aus Fantasie Fantastisches werden zu lassen!

Die Anleitung zum Glück: Schnapp dir dein Waffeleisen und heize es vor. Falte deine Pizzastücke je einmal und schneide die freiliegende Kruste ab. Lege nun zwei Stücke ins Eisen und schließe es. Nach fünf Minuten darfst du es wieder öffnen und deine käsig-knusprige Pizza-Waffel-Tasche herausholen.

Wetten, dass du von nun an auch zu den vorausschauenden Extra-Pizza-Bestellern gehörst?

Pizza-Hack No. 3: Pizza Lasagne

In den Rezeptdatenbanken der unendlichen Weite des Internets findet sich ja so einiges. So auch Rezepte, die auf den Suchbegriff „Pizza Lasagne“ etwas ausspucken, das durch typische Pizza-Komponenten wie Mozzarella, Peperoni und Oliven so etwas Ähnliches wie Pizzageschmack erhält, prinzipiell aber eine stinknormale Lasagne mit Schichtnudeln ist.

Damit hat dieser Hack nicht das Geringste zu schaffen.

Da es sich hier nicht mehr um einen Snack, sondern ein waschechtes Hauptgericht handelt, musst du ein wenig mehr Pizza übriggelassen haben. Außerdem brauchst du ein paar mehr Zutaten. Nämlich:

  • 1 Pizza
  • 3 Gläser Tomatensauce
  • 350 g Ricotta
  • 1 Ei
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 TL Petersilie
  • 150 g Mozzarella
  • 120 g Parmesanspäne
  • Gemüse, Schinken oder worauf du sonst noch Lust hast

Und so geht’s:

1. Schneide die Pizza in Quadrate oder Streifen (gut geeignet ist eine Blechpizza, aber mit einer runden klappt’s auch). Reserviere 50 g Tomatensauce für später. Nimm dir eine Auflaufform und bestreiche den Boden hauchdünn mit einem Löffel Tomatensauce. Lege dann die Pizzastücke hinein.

2. Vermenge nun Ricotta, Ei und Gewürze in einem Mixer und verteile die Hälfte der Mischung über den Pizzastreifen. Füge die Hälfte der Tomatensauce, die Hälfte der Extras, falls du welche verwendest sowie die Hälfte des Mozzarellas hinzu.

3. Lege eine zweite Lage Pizza darüber. Nun wieder eine Schicht wie zuvor. Füge abschließend eine Lage Pizza hinzu und bedecke sie mit der reservierten Tomatensauce und dem Parmesan.

4. Nun das Ganze mit Alufolie abdecken und bei 180° C Umluft in den Ofen stellen. Nach 15 Minuten die Folie abnehmen und noch mal 15 Minuten backen. Herausnehmen und vor dem Anschneiden 10-15 Minuten abkühlen lassen. Voilà!

Pizza-Hack No. 4: Pizza Croûtons

Nach dem Pizzaschmausen mal wieder was Gesundes wäre schon echt vernünftig. Aber wer kann schon von sich behaupten, „Lust“ auf einen gemischten Salat zu haben? Du – wenn du diesen Pizza-Hack kennst.

Lege zwei Pizzastücke übereinander. Käseseite innen, Boden außen. Schneide den Pizzastapel in Würfel. Erhitze ein wenig Öl bei mittlerer Hitze in einer Pfanne und brate darin die Pizzawürfel an, bis der Käse zu schmelzen beginnt. Wende die Croûtons von allen Seiten, bis die Kruste golden-braun und schön knusprig ist.

Raus damit und großzügig über deinem Salat verstreuen. Ich versichere dir: Salat wird ohne diese pizzaeske Garnierung nicht mehr Dasselbe sein. Die Crôutons eignen sich übrigens auch wunderbar als Topping für Tomatensuppe.

Pizza-Hack No. 5: Pizza-Frühstücks-Rührei

Kennst du den Spruch, man soll bei einem Kater am nächsten Morgen trinken, womit man am Abend aufgehört hat? Nun, bei Pizza gilt eigentlich dasselbe.

Ob du dich nun am Abend etwas übernommen oder wohlbesonnen zurückgehalten hast, um am nächsten Tag noch mal Pizzaparty zu feiern – das Pizza-Rührei wird deine beste Idee des Tages sein (übrigens auch nach zu viel Bier).

Man nehme: Pizza, ein paar Tomaten oder sonst ein Gemüse, das du zufällig im Kühlschrank hast (Zwiebeln zählen auch) und ein paar Eier. Letztere aufschlagen, verquirlen, mit Pfeffer und Salz würzen und etwas Sahne dazugeben, Menge nach Geschmack. Schön cremig sollte es sein.

Schneide nun die Pizza klein und lege sie in eine gebutterte Schale. Gieße die Mischung darüber und gib noch etwas gehobelten Parmesan hinzu. Ab damit in den Ofen und bei 190 Grad Celsius backen, bis dein Champions-Frühstück kleine Blasen wirft.

Rausholen, Orangensaft eingießen und schwelgen!

Wie lange kann ich Pizza lagern?

Sicher willst du dich jetzt mit Anlauf ins Pizzaparadies stürzen. Damit du bei all der Schlemmerei keine bösen Überraschungen erlebst, beachte dabei aber unbedingt die Lagerbedingungen. Denn leider, *seufz*, hält sich Pizza nicht ewig.

Draußen bei Zimmertemperatur kannst du Pizza nur zwei Stunden aufbewahren. Danach solltest du sie dringend in den Kühlschrank stellen. Dort hält sie sich bei einer Temperatur von weniger als 4 Grad Celsius ganze vier Tage.

Im Gefrierschrank bleibt sie bei einer Lagerung von durchgehend 0 Grad Celsius mehrere Monate, ihre besten Zeiten sind allerdings nach ein bis zwei Monaten vorbei. Genug Zeit, ein paar meiner Hacks auszuprobieren! Viel Spaß!

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